TV Kesselstadt - Tischtennis

Walter Dürr - Seine sportliche Laufbahn beim TVK

„Aktive der ersten Stunden“ und ältere Funktionäre sehen die Spielerpassnummer und wissen bei einer Nummer unter 5000, dass sie einem „alten Fuchs“ zuzuordnen ist. Ein solcher ist zweifelsfrei Walter Dürr mit der Passnummer 1.450 vom 1.9.1953.

Als Walter 1959 zum TVK wechselte, hatte er schon 6 Jahre für Hanau 93 an den Platten gestanden.

Walter entpuppte sich als wahrer Glücksgriff für den Verein. Aber anders als Hartmut Schnell, der als Ausnahmespieler der TT-Abteilung zu einem ungeahnten Höhenflug verhalf, war Walter vom 1. Tag an ein „Macher“. Er sah die Aufgaben, wusste, was zu tun war und packte an. Er übernahm sofort 4 Jahre lang die Kassenverwaltung der Abteilung, wurde danach Jugendleiter und war fast zeitgleich Damenwart. Von 1970 bis 1974 leitete er sogar die Tischtennisabteilung. Man kann im Rückblick sagen, ohne ihn ging damals nichts, er kümmerte sich um alles.

In den 80-er Jahren bis zur Jahrtausendwende richtete die TT-Abteilung unter seiner Regie über 20 Meisterschaften auf Kreis- und Bezirksebene aus. Höhepunkt war die Hessische Meisterschaft 1991 in der August-Schärttner-Halle. Sicher standen ihm auch gleichgesinnte weitere Mitglieder mit Rat und Tat und Fachwissen zur Seite, er hatte aber immer das letzte Wort. Und nach dem Aufbau in den Turnhallen wurde keine Turnierplatte freigegeben, ehe Walter nicht persönlich Höhe und Spannkraft des Netzes kontrolliert hatte.

Familiäre Unterstützung fand er lange Zeit in seiner Ehefrau Ruth, denn die zahlreichen Netze hatten ja auch mal Löcher oder Risse und da stand Ruth schon mit Nadel und Zwirn bereit. Sie war selbstverständlich auch aktives Mitglied wie alle anderen Familienmitglieder also auch seine beiden Söhne und 2 Enkelsöhne. Wen wundert es, dass Enkel Eric zurzeit an der Spitze der Abteilung steht.

Das ein solcher Macher nur durch gesundheitliche Probleme zu bremsen sein würde, konnte man ahnen. Auch Walter musste sich diesem Schicksal unterordnen und schweren Herzens den Ruhestand antreten.

An Ehrungen sollen nur die Wichtigsten genannt werden. Das Walter für seinen Verein fast in 1.000 Pflichtspielen an der Platte stand (2004 wurde er bereits für 850 geehrt), ist zu erwähnen. Ebenso, dass er mit den Spielerverdienstnadeln Gold 40 und Gold 50 ausgezeichnet wurde. Der Hessische TT-Verband verlieh ihm 2006 die Verbandsnadel in Silber.

Das er seit mehr als 2 Jahrzehnten Inhaber des Ehrenbriefes des Land Hessens ist, zeigt, dass er auch auf anderen Gebieten verantwortlich tätig war. Wir alle wünschen ihm einen ruhigen Lebensabend.